In Deutschland ist gesellschaftlicher Konsens: Raus aus der Kernenergie! Dafür gibt es gute Gründe. Nach wie vor ist ungeklärt, wie der strahlende Müll über Millionen Jahre sicher gelagert werden kann.

Doch in anderen Ländern steht die Gesellschaft der Kernenergie keineswegs so geschlossen kritisch gegenüber. Befürworter der Kernkraft sehen diese sogar als klimaschonende Energie oder zumindest als wichtige Brückentechnologie. Was ist da dran?

Das beleuchtet ein Artikel der Deutschen Welle.

Auf einen Blick:

Klimarelevanz Energieformen

 

Kosten Energieformen

 

Fazit:

Durch die hohen Kosten für die Atomenergie blockiert die Technik zudem wichtige finanzielle Mittel für die Weiterentwicklung der regenerativen Energien, findet Nuklear-Experte und Greenpeace-Aktivist Jan Haverkamp. Erneuerbare Energien würden schneller, mehr und billigere Energie bereitstellen als Kernenergie. "Jeder Dollar, der in Kernenergie investiert wird, ist ein Dollar, der für wichtige klimawirksame Maßnahmen fehlt. In diesem Sinne ist Kernenergie nicht klimafreundlich."

Hinzu kommt, dass die Atomenergie selbst ein Problem mit dem Klimawandel bekommt. In heißen Sommern mussten bereits mehrere AKW heruntergefahren oder ganz vom Netz gehen, da aufgrund sinkender Pegel vieler Flüsse die Kühlung der Reaktoren nicht mehr gewährleistet war.

Vor allem aber wegen ihrer sinkenden Bedeutung im Markt sei der Begriff der "Renaissance der Atomkraft" vor dem Hintergrund der Fakten nicht zu rechtfertigen, so Mycle Schneider im DW-Interview. De facto schrumpfe die Atomindustrie seit Jahren. "In den letzten 20 Jahren sind 95 AKW ans Netz gegangen und 98 abgestellt worden. Wenn man China herausgerechnet, dann ist die AKW-Flotte in den letzten 20 Jahren um 50 Reaktoren geschrumpft. Es gibt keine blühende Atomindustrie."

Nachtrag

Frankreich setzt bekanntlich auf Atomkraft. Dass Atomkraft günstige Strompreise und Versorgungssicherheit bedeutet, wird in diesem Winter nicht zum ersten Mal  widerlegt:

Stromausfall: Fast 30 Prozent der französischen Atomkraftwerke sind abgeschaltet

 

 

Die belgische Regierung will allen Einwohnern des Landes kostenlose Jodtabletten anbieten, damit sie sich im Fall eines Kernkraftwerksunfalls besser vor radioaktiver Strahlung schützen können, titelt die Zeit in Ihrer Online-Ausgabe vom 6. März diesen Jahres (Link). Was seitens der belgischen Regierung als pure Maßnahme eines überarbeiteten Notfallplans deklariert wird, hat für viele Bürgereinen einen realen Hintergrund: In Tihange, nördlich von Lüttich gelegen, und Dole, im Norden von Antwerpen, stehen zwei der ältesten Meiler des Kontinents.

Was heißt Altern bei einem Kernkraftwerk und wann ist es wirklich alt?

In der Podcast-Serie "Das ist eine gute Frage" beantworten Cornelia und Volker Quaschning aktuelle Fragen rund um Energiewende und Klimakrise - faktenbasiert, verständlich und umfassend.

In der Folge vom 25. März 2022 geht es um günstigen Strom vom Balkon. Denn auch in der Miet- oder Eigentumswohnung kann man mit der eigenen Solaranlage einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Unabhängigkeit der Energieversorgung leisten.

Podcast starten (40 min)

Die EEG-Umlage steigt - und lässt die Erneuerbaren Energien als Preistreiber für die Stromkosten da stehen.

Eine aktuelle Pressemitteilung der gemeinnützigen Organisation "Energie neu denken" klärt über die wahren Hintergründe auf und fordert:

Nachjustieren und Erneuerbare schneller ausbauen - eben weil die EEG-Umlage wieder steigt!

Lesen Sie weiter auf www.energie-neu-denken.de

 

Der Arbeitskreis Energie und und die Gemeinde Oberpframmern haben einige grundlegende ­Fragen zur Nutzung von Solarenergie in einem Flyer zusammengetragen. Für vertiefende Informationen zu Photovoltaik haben wir ­weitere Apekte kurz und verständlich aufgelistet sowie weitere Quellen als Links aufgeführt. Der Flyer "Dein Dach kann mehr!" kann hier heruntergeladen werden.

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