Am 20. Februar 2017gab es in Oberpframmern die Gelegenheit, über einen Blick durch eine Wärmebildkamera Schwachstellen an Gebäuden aufzuspüren und so Erkenntnisse über das eigene Haus zu gewinnen. 

Sechs Hauseigentümer und einige interessierte "Mitläufer" hatten sich im Vorfeld für den Thermografiespaziergang angemeldet.

Philipp Rinne, Energieberater der Energieagentur Ebersberg, führte in einem kurzen Referat in das Thema ein. Dann ging es bei ausreichend kalten Temperaturen auf die Runde durch Oberpframmern zu ganz unterschiedlichen Gebäuden verschiedenster Baujahre, von unsaniert bis zu vollsaniert.

Die Live-Bilder wurden an Ort und Stelle analysiert und gemeinsam besprochen.

 

Auf der Wärmebildkamera war für alle Teilnehmer gut erkennbar, wo bei den Häusern durch die Gebäudehülle Wärme verloren geht. Besonders interessant: Die Unterschiede durch bereits erfolgte Sanierungsschritte gegenüber den unsanierten Hausseiten! Aber auch bei Häusern jüngeren Datums gab es Details zu entdecken wie z.B. Wärmeverluste durch Rollladenkästen. Eindrucksvoll erscheinen in ansonsten unauffälligen Fassaden Heizungsleitungen, die nach außen strahlen, Wärmebrücken durch Balkone oder auch Übergänge zum Sockelbereich des Hauses.

Sockel ungedämmt  Balkoneck

Ein ungedämmter Haussockel sowie eine Wärmebrücke unterhalb einer Balkonplatte

„Mit den Wärmebildaufnahmen kann immer sehr anschaulich gezeigt werden, was eine energetische Sanierung bringt“, sagte Philipp Rinne, "doch kann der Thermografische Spaziergang immer nur ein erster Anstoß sein."

Der Rundgang mit den Erkenntnissen ersetzt keine Energieberatung zur Vorbereitung einer Sanierung. Bei großen Maßnahmen empfielt Rinne, ein fundiertes Konzept zu erstellen, das auch eine schrittweise, in jedem Fall aber eine gut abgestimmte Umsetzung einzelner Maßnahmen ermöglicht. Ein derartiges Konzept werde von der Bafa mit bis zu 800 € gefördert.

Von einer gut durchdachten energetischen Sanierung profitiert nicht nur der Hauseigentümer, sondern auch die Umwelt. Denn die sauberste Energie ist die, die gar nicht erst erzeugt werden muss.

Und wie geht es weiter?

Zum Beispiel mit einer Energie-Impuls-Beratung in Oberpframmern!

Das Angebot, das für die Teilnehmer kostenlos ist, wurde von der Gemeinde Oberpframmern unterstützt und ist für die Teilnehmer kostenlos.

Zum zweiten Mal in Folge erreicht der AK Energie Oberpframmern den dritten Platz beim Energiepreis des Landkreises Ebersberg

"Wir wollen mit unserer Aktion informieren, sensibilisieren, inspirieren und zum Nachdenken anregen", sagte Andre Dannemann vom Arbeitskreis, als er am Dienstagabend im Hermann-Beham-Saal im Landratsamt Ebersberg den Preis in Empfang nehmen durfte.

Keine Ausstellung, keine Werbeveranstaltung, keine Hochglanzbroschüren, sondern offene, ehrliche Erfahrungen aus der Praxis – im Sinne einer Nachbarschaftshilfe für den Klimaschutz – dazu hatten neun Oberpframmerner Familien an einem Samstag im Juni alle interessierten Bürgerinnen und Bürger aus der ganzen Region zu einem Besichtigungstag zu sich nach Hause eingeladen.Das Spektrum reichte von Solarthermie und Wärmedämmung über verschiedene regenerative Heizsysteme bis zu Altbausanierung und Plusenergiehaus. Ganz besonders starkes Interesse gab es für die zwei Häuser, die jeweils eine Photovoltaikanlage mit einem Batteriespeicher betreiben.

Für jedes Haus wurden Steckbriefe erstellt, die die Energieeinspar- und Effizienzmaßnahmen im Sinne der Energiewende erläuterten.  Auf besonderes Interesse stießen die beiden angebotenen Führungen: Die Bürgermeisterführung wurde von Andreas Lutz, die Technikerführung von Martin Schreiner angeführt.

Wie schon im Vorjahr erhielt der Arbeitskreis ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Gemeinsam hatten die Arbeitskreismitglieder beschlossen, das Preisgeld von 2015 in die Förderung des Radfahrens, wie z.B. einen Radführer oder eine Radtourenkarte, zu investieren. Erste Ideen wurden von der Arbeitsgruppe RIO (Radfahren in Oberpframmern) bereits erarbeitet.

Sicher ist, dass auch das diesjährige Preisgeld wieder in ein Energiewendeprojekt des Arbeitskreises fließen wird. Was genau das sein wird? Ideen dazu haben die Aktiven des Arbeitkreises noch viele. Beim nächsten Arbeitskreistreffen wird man also nicht nur feiern, sondern eifrig diskutieren.

Die Bewerbung für den Energiepreis mit ausführlicher Beschreibung des Projektes finden Sie hier.

Unsere Präsentation von der Preisverleihung können Sie hier herunterladen.

Angesichts immer häufigerer dramatischer Wetterextreme mit katastrophalen Folgen wie heuer in Niederbayern ist klarer denn je: Wir alle müssen dazu beitragen, die Erderwärmung zu stoppen, indem wir weniger schädliche Treibhausgase in die Atmosphäre blasen. Darin liegt unsere Chance: Wir als Verursacher des Klimawandels können auch viel dagegen tun!

Große Potenziale liegen im privaten Bereich, insbesondere bei der Haus- und Heiztechnik. Was aber sind klimaschonende und zukunftsfähige Technologien zum Heizen und zur Warmwasserbereitung? Wie können wir als privater Haushalt unsere Energie regenerativ erzeugen? Was kann ich noch Sinnvolles für den Klimaschutz tun?

Offener Stammtisch „Batteriespeicher“

Beim Tag der offenen Tür im Juni stießen die Stationen mit Photovoltaik und Batteriespeicher auf sehr großes Interesse. Ein guter Grund, mehr zu diesem Thema zu erfahren! Deshalb lud der Arbeitskreis Energie Oberpframmern am 26.10.2016 alle Interessierten zu einem offenen Stammtisch in die Sportgaststätte ANSTOSS ein. Für das Thema "Batteriespeicher: Solarstrom erzeugen, speichern - selber nutzen" begrüßte der Arbeitskreis als Referenten und ausgewiesenen Experten zum Thema Herrn Klaus Bernhardt, Geschäftsführer der ibeko-solar GmbH und des sonnenBatteriecenters Süd in Kolbermoor.

Das Klimaschutzabkommen von Paris war ein Hoffnungsschimmer, doch die aktuellen Zahlen sind ernüchternd. Wenn es weitergeht wie bisher, dann kann Deutschland seine Treibhausgasemissionen bis 2020 statt der geplanten 40% nur um 32% gegenüber 1990 mindern; bis 2050 wird die Treibhausgasminderung statt der erforderlichen 95% nur 58% erreichen.

Während es scheint, dass Politik und Wirtschaftskonzerne die Energiewende abbremsen, kann jeder Einzelne von uns etwas gegen den Klimawandel tun. Machen genügend Leute mit, kann man so durchaus etwas verändern.