Der zweite offene Stammtisch am 25. März 2015 im Gasthaus Anstoß stand ganz unter dem Motto zukunftsweisende Mobilität.

Sepp Biesenberger, Grafinger Stadtrat der Grünen, Autoteiler-Pionier und Experte für Pendlerportale, erläuterte in einem kurzweiligen und spannenden Vortrag, wie auch im Landkreis Ebersberg das Angebot an Autoteilern und Mitfahrgelegenheiten ausgebaut werden kann.

Was vor wenigen Jahren noch als Utopie gehandelt wurde ist inzwischen Realität:
Immer mehr Menschen verzichten auf ein eigenes Zweit- oder auch Erstauto und teilen sich ein Fahrzeug mit anderen. Geld und CO2 sparen war nie einfacher. Der Durchbruch kam mit den bequemen Buchungsmöglichkeiten im Internet. Denn wer sein Auto abschafft und in einem Autoteiler einsteigt braucht trotzdem nicht auf die gewünschte Mobilität zu verzichten.

Wer bei der Reservierung ein paar Tage vorausplant kommt praktisch immer zum Zug.
Am Beispiel des Autoteilers Grafing http://www.grafingerautoteiler.de lässt sich die rasante Entwicklung ablesen:
Waren es 1995 beim Start fünf Familien, die sich ein Auto geteilt haben, sind es Anfang 2015 schon etwa 100 aktive Mitglieder, die auf 11 Fahrzeuge im gesamten Stadtgebiet zugreifen können. Das Angebot weiterer Fahrzeuge ist in Vorbereitung.

Neben dem reinen Carsharing entwickelt sich das Mitfahren zum Hit:
Auf der Plattform www.pendler-ebe.de findet sich bereits eine Übersicht aller Mitfahrzentralen, die Fahrten im Landkreis Ebersberg vermitteln. An Werktagen gibt es dort oft schon mehr als 150 Mitfahr-Angebote quer durch den Landkreis. Ideal auch für Pendler, die nun gemeinsam in einem Auto zum P&R-Bahnhof Ihrer Wahl fahren können.

In der anschließenden lebhaften Diskussion stand die magische 8 im Mittelpunkt: Soviele Interessenten braucht es, um eine Carsharing-Initiative auf sicherer wirtschaftlicher Basis starten zu können.

Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, statt ein Zweitauto zu finanzieren - sei es alt oder neu - Teil einer Carsharing-Gruppe zu werden? Dann melden Sie sich bitte, ganz unverbindlich, beim Arbeitkreis Energie Oberpfarmmern. Vielleicht können wir auch hier, wie bereits in sieben Gemeinden im Landkreis Ebersberg, die magische 8 für ein Carsharing-Auto erreichen.

Den ganzen Vortrag finden Sie hier

 

Auf großes Interesse stieß der Informationsabend für die Bauwerber in Oberpframmern.

Hans Gröbmayr, Klimaschutzmanager des Landkreises, gab einen Überblick über Gebäudestandards und Kriterien für nachhaltiges Bauen. Dabei ging er insbesondere auf den Wärmeschutz von Gebäuden ein, mit dem sich am meisten Energie und damit sowohl Geld als auch CO2 sparen lässt.

Den Vortrag sehen Sie hier

Weitere Veranstaltungen zum Thema:

20.4.2015, Vaterstetten: Zwischen EnEV und Passivhaus

11.5.2015, Oberpframmern: Fachgespräch Energiewende: Solare Wärmegewinnung

Hilfreiche Links:

Energiewende Ebersberg: Bauen und Sanieren

KfW Energieeffizientes Bauen

Bayerisches Landesamt für Umwelt: Bauen und sanieren für die Zukunft

Agentur für Erneuerbare Energien: Wärmewechsel mit vielen Informationen und einem Hauskonfigurator

C.A.R.M.E.N.: Wärme aus Biomasse für Haus und Wohnung

C.A.R.M.E.N.: Preisentwicklung bei Holzpellets

C.A.R.M.E.N.: Kostenvergleich verschiedener Heizsystme

Heizsystem-Vergleich

Die Liste wird weiter fortgesetzt.

Mit Hilfe einer Wärmebildkamera können Wärmeverluste aufgespürt werden. So ist es möglich, schlecht gedämmte Bauteile am Gebäude festzustellen und im Rahmen einer energetischen Sanierung zu beheben.
Um Interesse für das energetische Sanieren zu wecken und zur ganzheitlichen Energieberatung zu motivieren, veranstaltet die Energieagentur Ebersberg zusammen mit den Energiewende-Arbeitskreisen der teilnehmenden Kommunen im Landkreis Thermografie-Spaziergänge, ein kostenloses Angebot für alle interessierten Bürger.

Am 27. Februar 2015 fand auch in Oberpframmern in Zusammenarbeit der Energieagentur Ebersberg und dem Arbeitskreis Energie Oberpframmern ein Thermografie-Spaziergang statt.

2015 – Das Jahr des Handelns für Klima- und Umweltschutz

Viel steht in diesem Jahr auf dem Spiel. Zwei internationale Konferenzen stehen vor der Tür mit wegweisender Bedeutung fürs Klima. Im Juni treffen sich die wichtigsten Staatschefs zum G7-Gipfel in Bayern. Im Dezember soll bei der UN-Klimakonferenz in Paris ein globaler Vertrag mit verbindlichen Zielen geschlossen werden. Das aber wird
nur gelingen, wenn sich die Verantwortlichen einigen. Wenn sie das Wohl aller im Blick behalten.

Die Earth Hour setzt ein Zeichen, das nachwirkt. Weit über die 60 Minuten hinaus.

Am Samstag, den 28. März 2015, schalteten Millionnen Menschen an vielen Orten in aller Welt für eine Stunde das Licht aus, um den Mächtigen ein mächtiges Zeichen entgegenzuhalten. 

Heute ist es möglich Gebäude zu bauen, die mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen. Kostet mich ein Gebäude im EnEV-Standard auf Dauer mehr als das bei der Erstellung teurere Passivhaus?
Die Veranstaltung am 20.4.2015 im Rathaus Vaterstetten informierte über derzeit übliche Baustandards und gab Hinweise, was beim Bau oder Umbau Ihres Gebäudes die hilfreichsten Entscheidungskriterien sind. Begriffe wie "Passivhaus", "Niedrigenergiehaus" und "EnEV-Haus" wurden konkretisiert. Auch das von der EU ab 2021 geforderte "Niedrigstenergiehaus" wurde vorgestellt.
Ebenso wurden verschiedene Bauweisen für energiesparende Gebäude vorgestellt und die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Varianten betrachtet.

Der Referent Prof. Dr. Harald Krause von der Hochschule Rosenheim ist wissenschaftlicher Leiter der Forschung und Entwicklung Hochschule Rosenheim sowie der Fraunhofer Zentrum Bautechnik

Den Vortrag finden Sie auf der Homepage der Energiewende Vaterstetten unter diesem Link