Deutschland war großes Vorbild auf dem Weg zur Energiewende. Das gilt für viele Bereiche längst nicht mehr. Die Investitionen in die Erneuerbaren Energien sind in der EU und Deutschland massiv eingebrochen.

Wer verstehen will, warum es den Erneuerbaren Energien in der EU und Deutschland so schlecht geht, sollte den Film "Die große Stromlüge" anschauen.

Der Landkreis Ebersberg hat am 2.12. zum siebten Mal den Energiepreis vergeben. Der Arbeitskreis Oberfprammern konnte mit der Installation der Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Edeka-Gebäudes dieses Jahr den 3. Platz gewinnen, der eine Anerkennung an das Engagement aller Aktiven des Arbeitskreises Energie Oberpframmern ist.

Der 1. Vorsitzende des Arbeitskreises, Georg Kast, erläuterte in seiner Dankesrede das Projekt und zeigte auch weitere Aktionen des Arbeitskreises in seiner Präsentation auf.

Lesen Sie hierzu auch den Artikel in der Süddeutschen Zeitung.

Insgesamt war der Arbeitskreis Energie Oberpframmern mit diesen drei Bewerbungen im Rennen:

Photovoltaik-Anlage mit hohem Eigenverbrauch auf dem Dach des Edeka-Marktes in Oberpframmern

Eine Rezeptsammelstelle für Oberpframmern - so profitieren die Bürger und die Umwelt

3 : 0 für den Klimaschutz - die Sportgaststätte ANSTOSS in Oberpframmern

 

Die Staatsregierung hat einen Claim genehmigt, in dem nach Kohle-, Gas- und Ölvorräten gesucht wird. Dieser Claim betrifft auch Teile des Landkreises Ebersberg. Mit dieser Genehmigung kann die Firma Terrain Energy Erkundungen mit geophysikalischen und geochemischen Methoden starten.

Der Landkreis Ebersberg hat am Mittwoch, den 12.02.2015, seinen Bürgern den Energienutzungsplan vorgestellt.

Im Energienutzungsplan wird der aktuelle Verbrauch von Strom und Wärme dargestellt. Zudem zeigt er die Potentiale zum Einsparen, effizienten Nutzen und zum Erzeugen regenerativer Energie auf. In kompakten Steckbriefen werden die wichtigsten Projektideen und Daten für alle 21 Landkreisgemeinden dargestellt.

„Es ist leichter, eine Lüge zu glauben, die man hundertmal gehört hat, als eine Wahrheit, die man noch nie gehört hat.“

Wenn man sich für eine Sache einsetzt, mit Herz und Verstand, mit Engagement und aus voller Überzeugung der Notwendigkeit heraus, dann mag man dazu tendieren, die Chancen optimistischer und die Risiken eher kleiner wahrzunehmen.

Die Mehrheit der Bundesbürger sieht die absolute Notwendigkeit einer Abkehr von der fossilen und nuklearen Energieerzeugung und ist bereit, Veränderungen im Sinne des Klimaschutzes mitzutragen: eben alle kleineren und größeren Maßnahmen zu Energieeinsparung, Efiizienzsteigerung und Umstieg auf Erneuerbare Energien, die unter dem treffenden Namen "Energiewende" zusammengefasst sind. 

Wir brauchen die Energiewende, damit der Treibhauseffekt verlangsamt und eine durchschnittliche Temperaturerhöhung auf der Erde auf ein Maß beschränkt wird, dass ein Existieren aller Menschen in allen Ländern unserer Erde weiterhin möglich macht.

Warum aber wird Energiewende in der öffentlichen Wahrnehmung als gefährlich für unser Wirtschaftssystem, als Bedrohung unserer Arbeitsplätze, als etwas, wovon es nicht zu viel geben darf, dargestellt, warum werden international anerkannte Instrumente wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz verteufelt und für die "Explosion der Energiepreise" verantwortlich gemacht?

Wie ist es möglich, dass es zu dauerhaften medialen Angriffen z.B. gegen die Solarbranche und zu stetigen Verschlechterungen der Rahmenbedingungen, aktuell gar zu einem massiven Marktzusammenbruch kommt? Warum werden systematisch Chancen geleugnet und Risiken maßlos dramatisiert?

Wer kann daran ein Interesse haben, die Energiewende zu diskreditieren und gar zu stoppen?

Die Energiebloggerin Tina Ternus hat dazu zwei sehr fundiert recherchierte Beiträge geschrieben.

Nehmen Sie sich die Zeit und lesen Sie

Tina Ternus: Bremser der Bürgerenergiewende (Teil 1)

Tina Ternus: Bremser der Bürgerenergiewende (Teil 2)

Tina Ternus wurde durch das Thema Energie seit der Kindheit sozialisiert . Sie ist Physikingenieurin und Energiewirtin, seit 23 Jahren in der Solarbranche und seit 30 Jahren ehrenamtlich aktiv für eine atomfreie Zukunft und den dezentralen, erneuerbaren Umbau unserer Energieversorgung. Tina Ternus ist Gründungsmitglied der Energieblogger.